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Choreography for dance-theatre,          "Szenen aus dem Chaos" (2022)

Présentation du Projet: 🇫🇷 en francais

Presentation of the Project: 🇬🇧 english

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Beschreibung das Projekt: "Szenen aus dem Chaos – ein Tanztheatervortrag" 

Wie können komplexe physikalische und mathematische Phänomene, in denen es um die Berechnung, Beschreibung und Wahrscheinlichkeit von Bewegung geht, besser dargestellt werden als durch Bewegung selbst?
Kann Tanz als Medium einem Publikum Theorien der Wärmelehre und Teilchenbewegung näherbringen als ein rein wissenschaftlicher Vortrag? 

Im Jahr 2018 entstand mit „Am Anfang war das Chaos“ in erstmaliger Zusammenarbeit zwischen der Bergischen Universität Wuppertal, vertreten durch Barbara Rüdiger, dem Wuppertaler Choreographen Jean Laurent Sasportes und dem Videokünstler Ralf Silberkuhl ein Tanztheaterabend, der genau diese Fragen zum Anlass nahm, wissenschaftliche Theorien zur Wärmelehre durch Tanz zum Leben zu erwecken und sie so einem Publikum zugänglicher zu machen. 

Kleinste Teilchen, die sich wie zufällig im Raum verteilen, die einmal angestoßen einem Impuls folgen, durcheinander wirbeln, sich wieder neu anordnen, Energien austauschen... Die Erkenntnisse des Mathematikers Ludwig E. Boltzmann, der als erster Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen chaotischer Bewegung von Molekülen und Wärmelehre erklärte, bildeten die Grundlage für eine bunte Szenencollage, in der sich Tanz und Spiel zu bewegten Veranschaulichungen abstrakter Theorien zusammenfügten und Teilchenbewegung in Choreographie übersetzten. 

„Am Anfang war das Chaos“ wurde zu einer ästhetischen Reise durch die Grundsätze der Thermodynamik mit vier Tänzerinnen und 16 Statist:innen, einer Cellistin und Videoprojektionen, die einen neuen, spielerischen Zugang zur Wissenschaft über Tanz und Theater suchte. 

Vier Jahre nach den zwei ausverkauften Vorstellungen im Kulturzentrum Immanuelskirche Wuppertal sollen die choreographischen Momente aus „Am Anfang war das Chaos“ nun neu interpretiert, durch weitere Szenen ergänzt und in einer Art Lecture Performance zum Tanzabend „Szenen aus dem Chaos“ zusammengeführt werden. 

Die Arbeit hierzu hat bereits im Rahmen eines weiteres Projektzweigs mit Dreharbeiten im Dezember 2021 begonnen und soll nun im Mai mit einem veränderten Konzept auf der Bühne realisiert werden, wo es als Tanztheatervortrag „Szenen aus dem Chaos“ in der INSEL Kultur im Ada Wuppertal Premiere feiern soll. Der Abend wird aus vier choreographierten Szenen mit vier Tänzerinnen und zwei Musikern und aus vier kurzen, wissenschaftlichen Vorträgen bestehen, der die jeweilige Szene aus Boltzmann’scher Sicht deutet und einordnet. 

Jede der vier Choreographien wird zweimal präsentiert; zuerst als pures ästhetisches Erlebnis ohne wissenschaftliche Einführung und gleich darauf im Anschluss an den jeweiligen Vortrag erneut. So wechseln sich Tanz und wissenschaftlicher Vortrag ab und dem Publikum wird die Möglichkeit gegeben, die Choreographien frei interpretierbar auf sich wirken zu lassen, sie aber auch aus einer neuen, vielleicht ungeahnten Perspektive zu betrachten. 

So soll die Arbeit aus „Am Anfang war das Chaos“ in ein neues Format überführt werden, das Wissenschaft und Kunst erlaubt, noch enger ineinander zu greifen, und dem Publikum ermöglicht, Tanz und Choreographie durch direkte Kontextualisierung und Reflektion einmal ganz anders zu erleben. 

Im Anschluss an unsere Vorstellung möchten wir ein Diskussionsforum veranstalten, in welchem zum Austausch über das Erlebte eingeladen wird. 

Aus der positiven Resonanz bei „Am Anfang war das Chaos“ schließen wir, dass über Kunst, die das Publikum ästhetisch aber auch emotional anspricht, eine Brücke zur Wissenschaft geschlagen werden kann, ein niedrigschwelliger und direkter Zugang zu alltäglichen, aber oft unerklärten physikalischen Phänomenen geschaffen werden kann, für jede:n, egal ob mit wissenschaftlichen Vorkenntnissen oder ohne.


Produktionszeitraum und -Ort 

Als Produktionszeitraum vorgesehen sind drei Wochen zur Neueinstudierung, Weiterentwicklung und Kreation neuer Szenen zwischen dem 02.05. und dem 26.05.2022 mit Vorstellung am 26.05.2022.
Proberaum wird Jean-Laurent Sasportes Tanzstudio in der Alarischstraße Wuppertal sein, dessen Raummiete durch die Renaissance-AG gesponsert wird. 

Bisherige Vorarbeit 

Schon im Hinblick auf eine mögliche Wiederaufnahme sind mit der neuen tänzerischen Besetzung im Jahr 2021 einige Filmaufnahmen für einen Tanzkurzfilm entstanden, die zwei Szenen des Stücks „Am Anfang war das Chaos“ aufgreifen und neu interpretieren. Das Filmmaterial wird derzeit geschnitten. Der Kurzfilm bzw. das Material soll einerseits öffentlich präsentiert und bei Tanzfilmfestivals eingereicht werden, und andererseits sowohl als Werbematerial als auch als Vorarbeit für eine Wiederaufnahme auf der Bühne dienen. 

Videomaterial und Presse 

Einen Eindruck von „Am Anfang war das Chaos“ in seiner ursprünglichen Fassung liefert Ralf Silberkuhls 30- minütiger Dokumentarfilm über Vorstellung und Entstehung des Projekts, den Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=J4tY-tGLdzM aufrufen können. 

Eine Aufnahme der Premiere ist zu sehen unter: https://vimeo.com/664752420 Passwort: Boltzmann 

Ein Video-Bericht der Universität Wuppertal mit kurzen Ausschnitten und Interviews ist zu finden unter: 

https://podcast.uni-wuppertal.de/wp-content/uploads/2018/01/AmAnfangChaos-FULL720.mp4 

Impressionen der Vorstellungen im Januar 2018 sind auch auf tanzweb.org unter https://player.vimeo.com/video/251323030?title=0&portrait=0 zu sehen. 

Presseberichte sind gesammelt auf Jean Laurent Sasportes‘ Website unter http://www.jsasportes.com/main/chore-dance-boltz-p2.php und http://www.jsasportes.com/main/chore- dance-boltz-p1.php. 

Ein erster Eindruck der bisherigen Videoarbeit zum Kurzfilm (noch ungeschnitten) ist zu sehen unter: 

https://vimeo.com/466903510, Passwort: Boltzmann 

Team und Besetzung 

Wir sind ein unabhängiges Künstler:innenteam, das im Auftrag von Barbara Rüdiger nun zum zweiten Mal, in etwas geänderter Besetzung zusammenarbeitet und den Versuch unternimmt, Wissenschaft, Tanz und Videokunst zu vereinen, mit dem Ziel, wissenschaftliche Inhalte über künstlerische Mittel zugänglich zu machen. Dabei legt eine intensive Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Thematik den Grundstein für die kreative Arbeit und Umsetzung. 

Kernteam bilden Barbara Rüdiger, Leiterin des Lehrstuhls Stochastik am Mathematischen Institut der Bergischen Universität Wuppertal, Jean Laurent Sasportes, ehemaliger Tänzer des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und freier Choreograph, sowie Ralf Silberkuhl, Filmemacher und Fotograf. 

Dazu stoßen die Tänzerinnen Sophia Otto, die bereits an der Premiere von „Am Anfang war das Chaos“ 2018 beteiligt war, Emiko Tamura, Francesca Pavesio und Hsiao-Ting Lee. 

Live-Musik wird gespielt von Sebastián de Jesus Lara Franco (Cello) und Philipp Kukulies (Perkussion). 

Für die wissenschaftlichen Vorträge zwischen den Choreographien und die Leitung des Diskussionsforum werden die Wissenschaftler:innen Prof. Dr. P. Sundar (Louisiana State University, USA) und Prof. Dr. Stefania Ugolini (Universita Statale Milano, Italien) eingeladen. 

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🇬🇧 english

Scenes from Chaos - a dance theatre performance 

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